Segemnte

Tipps und Tricks rund um die Facebook Werbung

Früher war es einfach, Werbung zu schalten. Man ließ eine Anzeige gestalten und sie in einem Fachmagazin veröffentlichen. Heutzutage ist Marketing komplizierter, dabei aber auch effektiver geworden. Facebook Ads erfreuen sich zu recht steigender Beliebtheit, können Einsteiger jedoch auch überfordern. Unsere Tipps helfen Ihnen, Ihr Social Media Advertising zu optimieren. Für weitergehende Informationen können Sie sich jetzt eine 30-minütige Strategieberatung gratis sichern.

 

Die Grundlagen: Werbeanzeigenmanager, Power Editor und Boosting-Button

 

Das soziale Netzwerk stellt seinen Kunden verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie ihre Anzeigen erstellen können. Nicht jede Methode ist zwangsläufig für Unternehmen und eine nachhaltige Marketingkampagne geeignet.

Der Boosting-Button findet sich direkt bei eigenen Beiträgen im Newsfeed. Durch einen Klick auf »Beitrag bewerben« können Sie den veröffentlichten Beitrag direkt bewerben. Das geht zwar schnell, bietet jedoch keine zusätzlichen Optionen. Der größte Vorteil des digitalen Marketings, die zielgruppengerichtete Werbung, geht hierbei verloren. Diese Option ist für Unternehmen somit eher ungeeignet.

Der Werbeanzeigenmanager ist vielseitiger und erlaubt, Ihre Facebook Werbung auf die gewünschte Zielgruppe zuzuschneiden. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Anzeige ortsgebunden oder in bestimmten Altersgruppen anzeigen zu lassen. Natürlich ist auch die Unterscheidung zwischen den Geschlechtern möglich. Zeit- und Budgetpläne können über den Werbeanzeigenmanager festgelegt werden. Die Kontrollmöglichkeiten, die Ihnen an die Hand gegeben werden, und die übersichtliche Benutzeroberfläche machen das Tool für die meisten Anwender zur ersten Wahl bei der Planung ihres Facebook Marketings.

Der Power Editor geht noch einen Schritt weiter und richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene Anwender. Neue Funktionen werden zuerst hier eingeführt, bevor sie nach Live-Tests in den Werbeanzeigenmanager integriert werden.

 

Tipp 1: Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Zielgruppe erreichen

 

Bevor Sie in die Schaltung von Werbeanzeigen investieren, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie Ihre Zielgruppe über diesen Kanal erreichen können. Wenn Sie zum Beispiel Dienstleistungen speziell für Senioren anbieten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kampagne keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefert. Zudem ist es nicht damit getan, einen einzelnen Beitrag aus der Timeline zu bewerben. Gelungenes Social Media Advertising setzt voraus, dass Sie die Kunden dauerhaft an Ihr Firmenprofil binden. Wird es nicht regelmäßig mit neuen, ansprechenden Inhalten überarbeitet, gerät es in Vergessenheit und die neu gewonnenen Interessenten springen wieder ab.

 

Tipp 2: Wecken Sie Interesse an Ihrem Unternehmen, nicht an Ihren Produkten

 

Auch wenn die Versuchung groß ist, ein bestimmtes Produkt zu bewerben, ist das nur bedingt sinnvoll. Bei Facebook handelt es sich in erster Linie um ein Netzwerk, welches Privatpersonen zur Kommunikation nutzen. Bewerben Sie nun beispielsweise eine Säge aus Ihrem Sortiment, ist das für die wenigsten Nutzer unmittelbar interessant. Wenn es dann interessant für sie wird, haben sie Ihre Anzeige bereits wieder vergessen.

Wenn Sie nun jedoch über Facebook Werbung für Ihren Shop als solches machen und den Interessenten darauf hinweisen, dass Newsletterempfänger bei der ersten Bestellung einen Sonderrabatt erhalten, bieten Sie den Besuchern Ihres Profils einen unmittelbaren Vorteil. Sie erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass die potenziellen Kunden sich in Ihren E-Mail-Verteiler eintragen und dadurch auch über das Social Media Advertising hinaus für Sie ansprechbar bleiben.

 

Tipp 3: Den richtigen Call to Action (CTA) wählen

 

Sie haben im Werbeanzeigenmanager im Anzeigen-Setup-Menü die Wahl zwischen unterschiedlichen Call to Actions. Wählen Sie die Option, die zu Ihrer Anzeige passt. Wir bleiben bei unserem Beispiel mit dem Newsletter. Sie möchten Ihre Interessenten dazu einladen, sich zu »registrieren«. Bieten Sie hingegen ein kostenloses E-Book als Werbemittel an, wäre »herunterladen« die richtige Wahl. Ein falsch gewählter CTA wirkt unprofessionell und weckt gegebenenfalls falsche Erwartungen. Das kann potenzielle Kunden abschrecken.

 

Tipp 4: Schaffen Sie Reichweite, bevor Sie Inhalte bewerben

 

Die beste Marketingkampagne hat wenig Wert, wenn die Reichweite fehlt. Das gilt auch für Facebook Ads. Sie sollten darum damit beginnen, die Bekanntheit Ihrer Facebook-Seite auszubauen. Im Werbeanzeigenmanager wählen Sie hierzu das Kampagnen-Ziel »Hebe deine Seite hervor« aus. Unter Ihren Anzeigen wird nun der »Gefällt mir«-Button angezeigt. Sie leiten damit Interessenten direkt auf Ihre Seite und laden Sie ein, Ihrem Profil zu folgen.

Anders als beim Kauf von Likes, was zu recht einen sehr schlechten Ruf hat, schaffen Sie eine organische, echte Grundlage für weitere Facebook Marketing Kampagnen und eine Basis aus Menschen, die an Ihrem Unternehmen und seinen Dienstleistungen und Produkten interessiert sind. Kurz gesagt: Menschen die empfänglich sind für weitere Marketingaktionen.

 

Tipp 5: Social Media kann viel mehr als Kunden werben. Es kann Kunden binden

 

Nutzen Sie das Interesse, welches Ihr Social Media Marketing geweckt hat, um Ihr Unternehmen zeitgemäß und serviceorientiert zu präsentieren. Die sozialen Netzwerke bieten sich als Kommunikationsmittel an, wenn es darum geht, schnell auf Anfragen von Interessenten zu reagieren. Sie haben sich die Mühe gemacht, Zeit und Geld in eine Anzeigenkampagne investiert, um Nutzer auf Ihre Unternehmensseite zu locken. Stellen Sie Ihre Kunden in den Mittelpunkt Ihres Profils. Sie können so nach außen zeigen, dass Sie kurzfristig und kompetent auf Anfragen und auch Beschwerden antworten. Das steigert die Glaubwürdigkeit und die Beliebtheit – und das wiederum führt zu einem weiteren positiven Aspekt des Social Media Advertising. Sie werden weiterempfohlen und die Bekanntheit Ihres Unternehmens erhöht sich zusätzlich.

Nicht nur Bestandskunden können so von Ihrer Seite profitieren, sondern auch Interessenten. Offene Fragen können schnell und unkompliziert beantwortet, Hilfestellungen geboten werden. Sie bauen hierdurch öffentlich ein Vertrauensverhältnis auf. Aber beachten Sie, dass es Pflege braucht. Dieser Effekt kann sich bei negativer Publicity schnell ins Gegenteil verkehren. Planen Sie also ausreichend Zeit für die Kundenbetreuung ein, denn auch das gehört zu erfolgreichem Marketing.

 

Tipp 6: Die Werberichtlinien beachten

 

Schon bevor Sie anfangen, im Werbeanzeigenmanager Ihre Kampagne zu vorzubereiten, sollten Sie beachten, dass es klar definierte Richtlinien für die Facebook Werbung gibt. Ihre Anzeige wird vor der Veröffentlichung im sozialen Netzwerk geprüft. Um zu vermeiden, dass sie seitens der Betreiber abgelehnt wird, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie gegen keine der aktuellen Auflagen verstoßen.

Bestimmte Inhalte sind gänzlich verboten. Hierzu zählen zum Beispiel Werbung für Tabakwaren, qualitativ minderwertiger Content (worunter zum Beispiel auch reißerische Headlines und Clickbaiting zählen) oder auch nicht jugendfreie Werbung. Nacktheit ist im Facebook Marketing ein Tabu.

Anderer Content ist nur eingeschränkt erlaubt. Alkoholische Getränke dürfen nur unter Beachtung der im jeweiligen Land geltenden gesetzlichen Bestimmungen beworben werden. Nahrungsmittelergänzungen, welche sich an volljährige Personen richtet sind nur dann erlaubt, wenn sie von Facebook als sicher eingestuft werden.

Nach der Überprüfung werden Sie über etwaige Mängel in Ihrer Kampagne informiert. Diese müssen Sie beheben, bevor die Anzeige geschaltet wird. Über die Veröffentlichung werden Sie gesondert informiert.

 

Tipp 7: Nutzen Sie die Tools zur Anzeigenoptimierung

 

Analog zu den Werberichtlinien gibt es auch andere Vorgaben, die direkt die Verteilung Ihres Social Media Advertisings beeinflussen. So sollte zum Beispiel der Textanteil in einem Bild nicht über 20 Prozent liegen, um die maximale Reichweite zu schaffen. Aber auch zu wenig Text senkt den Verteilungsgrad ihrer Anzeige. Hier das richtige Maß zu finden ist nicht einfach, zumal Sie im Werbeanzeigenmanager nicht erkennen können, ob die Grafik ihrer Anzeige den Bestimmungen entspricht. Abhilfe schafft das Text-Overlay-Tool. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Datei hochzuladen und sie von Facebook analysieren zu lassen. So erfahren Sie schnell, ob Sie noch einmal Hand anlegen müssen oder ob das Verhältnis Bild zu Text sich im optimalen Bereich bewegt.

Möchten Sie hingegen Ihre Anzeige auf Funktionalität testen, können Sie den Creative Hub nutzen. Hier können Sie ein Mock-Up Ihrer Kampagne erstellen, also eine Art Simulation. Sie können Ihr Konzept in Ruhe testen und an eventuellen Ecken und Kanten feilen, ohne es live zu schalten. So können Sie sicherstellen, dass Sie Ihren Kunden und Interessenten das beste Ergebnis präsentieren.

 

Das Fazit

 

Wie Sie sehen, ist die Welt des Social Media Advertising faszinierend und bietet Ihnen Möglichkeiten, die klassische Medien nicht haben. Sie können Ihre Kampagnen so einrichten, dass sie die für Sie relevante Zielgruppe erreichen und Ihr Unternehmen an der richtigen Stelle präsentieren. Sie können die sozialen Medien nutzen, um aus Ihrem Profil mehr zu machen als nur eine Werbeplattform für Ihre Dienstleistungen und Produkte. Doch am Anfang steht die richtige Strategie. Besonders Anfänger auf dem Gebiet des digitalen Marketings werden von den sich bietenden Möglichkeiten und Optionen oftmals geradezu erschlagen. Sollten Sie Unterstützung bei Ihrem Social Media Advertising benötigen, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zu Seite.

Jetzt 30 Minuten gratis Strategie-Beratung sichern!